Am 26.11.2026 veranstaltet das Zentrum für kritische Sozialwissenschaften den Fachtag „Gaming & Antisemitismus“ mit Workshop und Podium.
Digitaler Antisemitismus ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem, das sozialen Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe zunehmend untergräbt. Gerade digitale Gaming-Räume stellen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Bedeutung und zunehmenden Ausweitung besonders relevante Orte zur Verbreitung von Antisemitismus dar. Trotz dieser Relevanz findet Antisemitismus im Gaming bisher kaum angemessene Beachtung in Forschung, Bildung und Prävention.
Dabei bildet Antisemitismus in digitaler Spielekultur ganz eigene Phänomene aus. Antisemitismus zeigt sich in Gaming-Kontexten sowohl subtil als auch offen. Er reicht von tradierten und unhinterfragten antisemitischen Tropen, bis hin zu gezielter antisemitischer Propaganda in eigens entwickelten Spielen und Modifikationen. Antisemitische Communitys vernetzen sich zunehmend auf gaming-nahen Plattformen. Diese Aktivitäten tragen zur Normalisierung antisemitischer Ideologien bei. Antisemitismus in Gaming-Kontexten verbleibt dabei nicht nur online, sondern kann reale Konsequenzen nach sich ziehen, die bis hin zu tödlicher Gewalt reichen.
Der Fachtag vermittelt einen Überblick über Kommunikationspraktiken, Radikalisierungstendenzen, antisemitische Phänomene und Akteur*innen sowie angrenzende Ideologien in Communitys digitaler Spiele.
Informationen zu Programm und Referent*innen folgen in Kürze.
Bitte melden Sie sich über das untenstehende Anmeldeformular an. Weitere Informationen zu Veranstaltungsort und -uhrzeit erhalten Sie nach erfolgter Anmeldung.
Die Veranstaltung wird gefördert vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sowie des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

